InsurTech-Update August

wefox plant eigenen MAG
Das InsurTech wefox plant den Start eines eigenen Managing General Agent (MGA) zur Stärkung seines Deutschlandgeschäfts unter Führung von Günther Blaich. Der hauseigene Versicherer wefox Insurance soll sich dagegen zukünftig auf ausgewählte Produkte konzentrieren, um den Versicherungspartnern keine Konkurrenz zu machen. Dazu gehören etwa Kurzabsenz-Policen in der Schweiz sowie E-Bike Versicherungen und Kfz-Versicherungen in ausgewählten Ländern. Im Zuge der MGA-Gründung lässt wefox bestehende Verträge im Bereich der Sachversicherung nun ohne Verlängerung auslaufen. Die Neuausrichtung ist dabei Teil der Transformationsstrategie der wefox Gruppe, mit der die Weiterentwicklung der wefox-Plattform vorangetrieben und damit die Distributionskapazitäten erhöht werden sollen.

hepster kooperiert mit notebooksbilliger.de
Das Rostocker Start-up hepster hat mit der Elektronik-Plattform notebooksbilliger.de eine neue Zusammenarbeit beschlossen. Ab sofort können Kund:innen ausgewählte Produkte auch mit einer Versicherung von hepster absichern. “NBB Care Plus“ gibt es für Notebooks, Tablets und Wearables wie Smartwatches. Die Versicherungen können beim Kauf mit einem Klick im Monatsabo dazugebucht werden. Der Schutz gilt weltweit für Sturz-, Bruch-, Akkuschäden, Schäden durch Witterungseinflüsse, Diebstahl und Raub. Mögliche Schadenfälle werden direkt über hepster reguliert.

Wechselgott findet Käufer
Der insolvente Vertragsmanager Wechselgott aus Leipzig hat mit Bernhard Termühlen einen neuen Käufer gefunden. Der frühere MLP-Chef und heutige Investor Termühlen will die Technologie von Wechselgott nun nutzen, um seinen Vertriebsfirmen Formaxx und Mayflower sowie dem Dienstleister Definet mehr digitalen Schwung zu verleihen. Wechselgott-Gründer Werner Kräutlein hingegen verlässt das Unternehmen und geht zu Fonds Finanz. Wechselgott bot seit 2019 einen volldigitalen Vertragsmanager, mit dem die Nutzer:innen Sparpotenziale bei Versicherungen sowie Strom- und Gastarifen besser erkennen konnten. Mit der Energiekrise wurde die Vermittlung von günstigen Energietarifen zunehmend schwieriger, so dass Wechselgott in die Insolvenz rutschte.

Cyberdirekt kooperiert mit Corvus
Der digitale Versicherungsmakler Cyberdirekt und das US-InsurTech Corvus arbeiten künftig zusammen, um gemeinsam Cyberpolicen zu vertreiben. Makler:innen können die Cyberpolicen von Corvus ab sofort über die Vertriebsplattform von Cyberdirekt abschließen. Die Policen von Corvus richten sich konkret an Unternehmen mit einem Jahresumsatz von maximal 100 Mio. Euro. Abgesichert sind dabei standardmäßig die Risiken Betriebsunterbrechung, Bedienfehler sowie Systemausfall. Optional verfügbar sind ebenso Cloud-Ausfall, Cyber-Diebstahl, Cyber-Betrug und E-Payment. Seit 2022 hat Corvus zudem auch ein Büro in Frankfurt.

Axa implementiert ChatGPT
Immer mehr Versicherer versuchen die Potentiale der ChatGPT-Technologie für sich auszuloten, in dem sie bspw. eigene Angebote entwickeln. So auch der französische Versicherer Axa, dessen Mitarbeiter:innen nun über „Axa Secure GPT“ Texte, Bilder und Codes generieren, zusammenfassen, übersetzen und korrigieren können. Mit der neuen internen Plattform stellt der Konzern die Technologie hinter ChatGPT zunächst aber erstmal nur der Operations-Einheit zur Verfügung, später dann der gesamten Belegschaft.

Hiscox arbeitet mit Floodflash zusammen
Der Spezialversicherer Hiscox arbeitet künftig mit dem Start-up Floodflash zusammen. Floodflash bietet parametrische Hochwasserversicherungen für Unternehmen an und setzt dabei u.a. auch auf sensorgestützte Technologie (IoT). Gestartet ist Floodflash in Großbritannien, mittlerweile ist das Angebot zudem in allen Bundesstaaten der USA verfügbar. Auf dem US-Markt erhält das Start-up nun Unterstützung von Hiscox, die als Risikoträger für die Policen agieren. Weiterhin erhält Floodflash Unterstützung von seinem langjährigen Partner Munich Re.

Bayerische erweitert Vorsorge-Portfolio
Die Bayerische hat ihr Portfolio im Bereich Vorsorge mit einer Beteiligung am Start-up November ausgebaut. Insgesamt hält der Versicherer nun 9,5 Prozent an dem Start-up. Im Rahmen der Beteiligung wurde auch eine strategische Kooperation vereinbart. November selbst bietet Vorsorgeprodukte an, die Familien ermöglichen, sich bereits zu Lebzeiten vor den organisatorischen sowie finanziellen Lasten einer Bestattung zu schützen. Dazu arbeitet das Start-up u.a. mit Bestattern, Floristen, Dekorateuren und Rednern zusammen. Mit dem November-Portal bietet das Start-up zudem eine 360-Grad-Absicherung mit Versicherungen, individualisierbaren Vorsorgedokumenten und der digitalen Verwahrung von Dokumenten, Erinnerungen und Wünschen.

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