Neue Konferenz „Image der Versicherungswirtschaft: Anspruch vs. Wirklichkeit“

Leipzig, 27.05.2016. Die Assekuranz in Deutschland sieht sich derzeit einer Vielzahl an Vorwürfen ausgesetzt. So wirft man Branchenunternehmen niedrige Rückkaufswerte in der Lebensversicherung vor, komplexe Produkte und Provisionsexzesse werden beklagt, angeblich unfaire Schadenregulierungspraktiken angemahnt. Die Versicherungswirtschaft hat erheblich an Vertrauen und Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung eingebüßt. So hat auch das Bewusstsein für die gesellschaftliche Relevanz kollektiver Risikoabsicherung nachgelassen: „Die Versicherungsprodukte werden häufig als notwendiges ‚Übel‘ gesehen. Der maßgebliche Beitrag der Versicherungswirtschaft zum Wohlstand und Wachstum wird nach außen nicht transportiert“, so Alina Singer, Geschäftsführerin der V.E.R.S. Leipzig GmbH.

Das negative Image trifft die Branche in einer Zeit großer wirtschaftlicher Unsicherheit, niedriger Zinsen und nervöser Kapitalmärkte besonders schwer. Zusätzlich zeigen sich verheerende Auswirkungen auf dem Bewerbermarkt: „Gerade die für die Assekuranz angesichts der Digitalisierung und weitreichender anstehender Umwälzungen so wichtigen High Potentials sind derzeit kaum bereit, eine Karriere in der Versicherungsbranche zu beginnen“, sagt Prof. Dr. Fred Wagner (Institut für Versicherungslehre, Universität Leipzig).

Vor diesem Hintergrund sind Impulse zur strategischen Profilierung der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette und zur Schärfung des Kommunikationsprofils unerlässlich. Die Auftaktkonferenz „Image der Versicherungswirtschaft: Anspruch vs. Wirklichkeit“ am 1. Juni 2016 in Köln soll hierzu eine Plattform für die Analyse und Diskussion aktueller Problemstellungen und möglicher Lösungsansätze schaffen.

Dazu haben namhafte Referenten Ihre Teilnahme zugesagt. Unter anderem konnte Frau Ulrike Pott, Leiterin Content-/Themenmanagement beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., für einen Vortrag über das „Image der Versicherungsbranche – neue Wege der Kommunikation“ gewonnen werden. Aus der Perspektive der Versicherungsnehmer wird sich Frau Andrea Heyer, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Sachsen e.V., dem Thema nähern und dazu einen Impulsbeitrag „Das Leistungsversprechen des Versicherers – Brennpunkte aus Kundensicht“ halten. Abschließend wird eine Podiumsdiskussion mit weiteren renommierten Teilnehmern zum Thema „Wege aus der Imagefalle“ stattfinden. Bei dieser wird Herr Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute e. V., die Sicht des Vertriebs vertreten.

Unter den Referenten befinden sich außerdem Herr Prof. Dr. Klaus Kocks (Geschäftsführender Gesellschafter, CATO Sozietät für Kommunikationsberatung GmbH), Herr Rainer M. Jacobus (Vorstandsvorsitzender, IDEAL Lebensversicherung a.G.), Herr Prof. Dr. Matthias Beenken (Lehrgebiet Versicherungswirtschaft, insbesondere Versicherungsvertrieb, -marketing, Unternehmensführung, Personalmanagement, Fachhochschule Dortmund), Herr Dr. Andreas Freiling (EMEIA Insurance Leader, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) und Herr Hermann-Josef Tenhagen (Chefredakteur und Vorsitzender der Geschäftsführung, Finanztip Verbraucherinformation GmbH).