Goslar Diskurs 2017: Geschäft oder Gewissen?

Leipzig, 31.01.2017. Die Kfz-Versicherung befindet sich im Wandel. Neue Modelle der telematik-basierten Tarifgestaltung erlauben eine individualisierte Preisfindung, die sich nach Umfang der Nutzung und persönlichem Fahrverhalten berechnet. Doch wie bewerten Versicherungsnehmer diese Entwicklungen? Werden die neuen Techniken als gerecht im Sinne einer besseren Ausrichtung an tatsächlichen Risikoprofilen bewertet? Oder sieht die Öffentlichkeit hierin eher einen Abschied von der Solidargemeinschaft der Versicherten?

Und: Die zunehmende Individualisierung der Versicherung betrift nicht nur die Autoversicherung. Spätestens bei einer personalisierten Tarifgestaltung in der Krankenversicherung stellt sich die Frage in zugespitzter Form: Wie allein ist der Einzelne im Kollektiv der Versicherungsnehmer wirklich?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich eine neue Studie, die Prof. Horst Müller-Peters (TH Köln) und Prof. Dr. Fred Wagner (Universität Leipzig) nun auf einer Pressekonferenz am Rande des Deutschen Verkehrsgerichtstages gemeinsam vorstellten. Veranstalter war das Goslar Institut Studiengesellschaft für verbrauchergerechtes Versichern e.V.. Im Anschluss an die Vorträge fand zudem eine Podiumsdiskussion statt. Unter der Moderation von Carola Ferstl (n-tv) diskutierten Prof. Horst Müller-Peters, Hermann-Josef Tenhagen (Finanztip), Prof. Dr. Fred Wagner und Dr. Wolfgang Weiler (HUK-COBURG).